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FES4

FES4. Portrait eines Gebäudes vor seinem geplanten Abriss.
42 Seiten, 1. Auflage 100 Exemplare.
Potsdam, 2017.

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Das Gebäude in der Friedrich-Ebert-Straße 4 wird 1970 bis 1974 von Sepp Weber in einem Architektenkollektiv als Institut für Lehrerbildung neben der wissenschaftlichen Allgemeinbibliothek des Bezirks erbaut. Zur Eröffnung des Instituts am 5. September 1977 gibt die DDR-Volksbildungsministerin Margot Honecker dem Gebäude den Namen „Rosa Luxemburg“. 1990 erfolgt die Grundsatzentscheidung des Magistrats zur behutsamen Wiederannäherung an das charakteristische historisch gewachsene Stadtbild. Der Betonskelettbau in Montagebauweise wird ab 1991 als Lehrgebäude der Fachhochschule Potsdam genutzt. 2010 wird das „Integrierte Leitbautenkonzept zum Wiederaufbau der Potsdamer Mitte“ verabschiedet und damit der Abriss des Gebäudes beschlossen. Auf dem Gelände sollen Gewerbe sowie Wohnungen entstehen, zum Teil mit historisierenden Häuserfronten. Potsdamer Initiativen und Bürgerbewegungen vertreten unterschiedliche Positionen – von Erhalt und Weiternutzung des Gebäudes bis zu Abriss und Wiedergewinnung der historischen Mitte. In den geführten Diskussionen geht es neben den ästhetischen Fragen insbesondere darum, wie die Stadtmitte künftig genutzt werden soll. Herbst 2017 ist Kehraus.

Fotografie: Stephanie Neumann
Gestaltung/ Konzept: Paul Thalmeier, Stephanie Neumann
Beratung: Wiebke Loeper, Markus Schaden, Wolfgang Zuborn

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Danke an Hanne Seitz, Axel Thiele, FES4-PförtnerInnen, Studentenwerk, Franz Grünewald, Moritz Jekat, Lea Bräuer, Lukas Imhof, Johannes Herseni, Ulrike Weichelt, Letty Lettebowskie, Marian Dörk, Vikus Projekt, Urban Complexity Lab, FH Potsdam